Bergisches Land - Die Geschichte des
Grafengeschlechts von Berg


Die bergische Geschichte beginnt im Jahre 1101 n. Chr. mit Graf Adolf I. Adolf war Vogt der kölnischen Kirchengüter und bewohnte die Burg Altenberg. Als Adolf im Jahre 1101 das Amt des Gaugrafen übertragen wurde, nannte er sich Graf Adolf von Berg.

 

Jedoch nach kurzer Zeit expandierte das Territorium des Grafengeschlechts derart, dass man sich genötigt sah den Stammsitz in den Mittelpunkt des Reiches zu verlegen. Um 1118 hatte man damit begonnen, den neuen Sitz an der Wupper zu beziehen. Gegen 1133 entstand in den alten Mauern der Burg ein Zisterzienser Kloster.

 

Gegen 1145 verlagerte man das Kloster in das Dhünntal, dort wo heute der Altenberger Dom steht. In diesem Kloster starb Adolf I. als Mönch im Jahre 1152. 1138 übernahm Adolf II. die Amtsgeschäfte und wie so viele andere deutsche Fürsten beteiligte auch er sich an den Kreuzzügen. Er selbst kehrte zwar unversehrt aus dem zweiten Kreuzzug in die Heimat zurück, sein Sohn Adolf fiel jedoch im Jahre 1148 vor Damaskus.

 

Erschüttert über diesen Verlust, überträgt Adolf II. sein Besitztum an seine Söhne Engelbert und Eberhard. Während Eberhard mit der Grafschaft Altena (später Mark) eine Seitenlinie der bergischen Dynastie begründet, verbleibt Engelbert im Stammschloß Burg an der Wupper.

 

Engelbert verbindet eine enge Freundschaft mit Kaiser Friedrich Barbarossa, was auf die Ausdehnung der Bergischen Landes erheblichen Einfluss hatte. 1174 erwarb der Graf Windeck an der Sieg und 1176 Elberfeld. 1189 begleitete Engelbert den Kaiser auf dem Kreuzzug, jedoch sahen beide das Heimatland nicht wieder.

 

In den folgenden Jahren bekleiden die Grafen von Berg oder ihre engsten Verwandten den erzbischöflichen Stuhl zu Köln. Der letzte und bedeutendste bergische Erzbischof war Engelbert II. Er wurde im Alter von vierzig Jahren Opfer eines Überfalls. Insgesamt standen Ihm nur zehn Jahre zur Verfügung das bergische Land wieder zur Einheit zu führen. Das Land, dass durch persönliche Fehden in dem Zeitraum von ca. 1190-1218 völlig zerrüttet ist, wird durch Engelbert II. wieder zu einem Machtzentrum. Den Höhepunkt seiner Macht erreicht er als er 1222 von Kaiser Friedrich II. zum Vormund seines Sohnes Heinrich und zum Reichsverweser nördlich der Alpen eingesetzt wurde.

 

Am 7. November 1225 geschieht der Mord an Engelbert II und zwar in einem Hohlweg bei Gevelsberg. Dieser Mord hatte weit reichende Folgen für das Bergische Land, da mit Engelbert II. der männliche Stamm des altbergischen Grafenhauses ausgestorben war.