Sagen und Legenden

Alte Taufkirche

Refrath


 

Taufkirche

Die Refrather Taufkirche geht in ihrer heutigen Form auf das 11. Jh. zurück. Ausgrabungen haben aber bewiesen, daß ihre Geschichte weit älter ist und wahrscheinlich bis in die Zeit der Christianisierung zurückreicht. Mit dem alten Gotteshaus beschäftigen sich viele Sagen. Hier soll früher ein heidnischer heiliger Hain mit einer Opferstätte gelegen haben, bevor die ersten Christen des Bergischen Landes einen Schutzraum für die Täuflinge schufen, die ja ursprünglich in das Taufbecken hineinstiegen. Der Bach, der heute an der Friedhofsmauer entlangfließt, lag damals im heiligen Hain. Die Kirche soll nach der Überlieferung über dem Bachlauf gebaut worden sein, so daß dieser durch den Kirchenraum floß und damit das Taufbecken speiste.

 

Mit der Refrather Taufkirche ist auch eine Teufelssage verbunden, die in direktem Zusammenhang mit der Pfarrkirche in Herkenrath steht. Es wird erzählt, der Teufel habe den dort geplanten Kirchenbau verhindern wollen. Er wurde jedoch von den Christen überlistet, die zunächst im Refrather Wald heimlich ein Kirchlein errichteten, dessen Glocken den Teufel vertrieben.
 

Saalermühlenwald

" Förster Peter Lindlar wurde hier in Ausübung seines Berufes von Wilddieben 9. Juli 1889 erschossen ", lautet die schlichte Inschrift des Gedenksteines im Saalermühlenwald, der an einen Mordfall erinnert.

Wild- oder Holzfrevel waren in früheren Jahrhunderten häufige Vergehen. Die komplizierten wirtschaftsund sozialhistorischen Zusammenhänge machten den Förster als Vertreter der Obrigkeit zu einer recht unbeliebten Amtsperson. Zudem war er durch die Ausübung seines Berufes erheblichen Gefahren ausgesetzt.